the little things in life

1. Sommersprossen

2.Wenn man morgens aufwacht, und in der Küche schon jemand Frühstück macht und es nach Kaffee riecht

3. Meeresrauschen

4.Barfuß laufen

5. Alte, klapprige Fahrräder

6. Vollgeschriebene Notizbücher

7. Das Rascheln wenn man durch Herbstlaub läuft

8. Eine Wiese voll mit Wildblumen

9. Wie warm sich das Fell von Pferden unter ihrer Mähne anfühlt

10. Buchläden

11. Frischbezogene Betten

12. Zum Geräusch von Regen einschlafen

13. Die Lichter der Stadt in der Nacht

14. Sich etwas wünschen, wenn es 11:11 Uhr ist oder man eine Wimper verliert

15. Sonnenaufgänge und Sonnenuntergänge
 

Manchmal schreibe ich mir Listen von kleinen Dingen, die mich glücklich machen, an so Tagen wie heute, wo die Sonne in mein Zimmer scheint und ich irgendwie das Gefühl habe, das könnte eine richtig gute Woche werden. Aber auch an grauen, traurigen Tagen.

Welche kleinen Dinge machen euch glücklich? Ich würde mich wahnsinnig über eure Listen freuen, egal ob in den Kommentaren, oder wenn ihr Lust habt auch als Blogposts.

Ich wünsche euch einen sonnigen 1. Mai! 


And then I never heard from him again - A modern love story

„Also, wir hören uns“, sage ich, mit einem Fuß schon in der Haustür. Den ganzen Tag hatten wir so getan als wäre Sommer, wir hatten uns im Restaurant sogar auf die Plätze draußen gesetzt. Jetzt wo die Sonne weg ist, gestehe mir fröstelnd ein, dass ein Mantel doch keine schlechte Idee gewesen wäre. In Gedanken stehe ich bereits unter der warmen Dusche. Außerdem frage ich mich ob meine Mascara verwischt ist und ob meine Nase und meine Ohren so rot sind, wie sie sich anfühlen. „Klar“, sagt er und grinst. Ein flüchtiger Kuss zum Abschied und schon in dem Moment als die Tür hinter mir ins Schluss fällt, beschleicht mich der Verdacht, dass wir uns nicht hören werden. 

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 Wenn mich ein paar Wochen später eine Freundin fragt „Was ist eigentlich aus diesem XY?“, geworden, zucke ich nur mit den Schultern. Sie weiß, was das bedeutet. Er hat nicht geschrieben, ich hab nicht geschrieben. Wir grinsen, weil es irgendwie lustig ist, dass das uns das Allen immer wieder passiert. Erst später, wenn ich alleine in der U-bahn sitze, den Kopf an die Scheibe gelehnt und Lieder von „The bright Eyes“ höre, die nach der großen Liebe klingen, wird mir klar, dass ich es auch traurig finde. Ich finde es traurig, wie XY in mein Leben tritt, eine schöne Überraschung, ein paar geteilte Lacher, ein paar heimliche Hoffnungen, ein paarmal verschmitztes Grinsen, wenn sein Name auf dem Display aufleuchtet und wie wir dann einfach ohne ein weiteres Wort auseinanderdriften. 
 
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Wir sind noch jung, die Welt ist so groß, also wieso sollten wir uns schreiben? Es gibt doch noch so viele Zufallsbegegnungen und erste Küsse da draußen, also wieso sollten wir uns schreiben? Uns bleibt ja die gemeinsame Erinnerung und wahrscheinlich ist die viel schöner als die gemeinsame Zukunft. Denn würden wir zusammengehören – das würden wir doch merken, oder? Die Welt um uns herum würde anfangen sich zu drehen, wenn wir uns in die Augen sehen oder die Fäden unserer Seelen würden sich zu einem untrennbaren Band verknüpfen oder so etwas. 
Irgendwann wird das passieren, denke ich. Irgendwann wird das Universum dafür sorgen, dass ich jemanden treffe, bei dem ich bleiben will, bei dem ich bleiben muss. Das sage ich mir jedes Mal, wenn unser Chat in der Liste weiter nach unten rutscht. 

Aber vielleicht wartet das Universum auch darauf, dass ich endlich mal was tue. Dass ich nicht zusehe wie der Andere am Horizont immer kleiner wird. Dass ich mein blödes Handy in die Hand nehme und meinen blöden Stolz überwinde und ein paar Wörter tippe. 

„Hey, sehen wir uns wieder?“

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Vielleicht brauchen die Fäden unserer Seele ein bisschen Zeit, bis sie sich zu einem untrennbaren Band verknüpfen. (Ich weiß auch nicht was das für eine Metapher sein soll). Vielleicht sollten wir ihnen eine Chance geben. Vielleicht sollten wir einander eine Chance geben. Oder wenigstens eine Erklärung, bevor wir uns in das nächste "Vielleicht" stürzen, dass schnell wieder zu einem "Ach, vielleicht doch lieber nicht" wird.

 Kennt ihr dieses Phänomen des einfach Auseinaderdriftens ohne Erklärung? Habt ihr auch das Gefühl, dass das in unserer Gesellschaft eigentlich zur Normalität geworden ist, auch auf Freundschaften und Bekanntschaften bezogen? Und was denkt ihr darüber? 

P.S.: Findet ihr solche Tagebuch-ähnlichen Texte interessant oder langweilig? 

sunday at the museum

Das hier ist eine Liebeserklärung an den Sonntag! Für viele Leute ist er glaube ich der langweiligste, lahmste Tag der Woche, aber ich liebe ihn.  Irgendwie fällt es mir sonntags total leicht stundenlang ohne schlechtes Gewissen im Schlafanzug herumzuhängen und unproduktiv zu sein, weil ich weiß, dass ich dabei wahrscheinlich nichts verpasse. Sonntags kann man den ganzen Tag nur in Erinnerungen an Freitag und Samstag schwelgen, lesen, stundenlang telefonieren, backen, nichts tun ...oder ins Museum gehen, weil der Eintritt nur 1 Euro kostet. 
In München laufen zur Zeit super Ausstellungen, zum Beispiel von der Mode&Designschule. Die Entwürfe und fertigen Kleider der Schüler sind in der Glyptothek zu bewundern - und sie sind einfach wunderschön! 
Falls ihr hier wohnt oder in nächster Zeit mal herkommt, kann ich euch den Besuch sehr empfehlen. 
 





Wie sieht euer Programm heute oder an einem typischen Sonntag aus? Ich hoffe ihr habt einen wundervollen Start in eine wundervolle Woche! 
P.S.: Danke für die lieben Kommentare zum letzten Post.

3 inspiring women on social media

Es gibt Momente, da nervt mich mein Handy, das ständig vor sich hin piepst, mich ablenkt und dafür sorgt, dass mein Schlafryhtmus gestört ist, weil ich mich abends nicht von dem leuchtenden Bildschirm losreißen kann extrem. So sehr, dass ich es am liebsten aus dem Fenster schmeißen würde und auf einsame Insel ziehen würde, auf der es kein Wifi-Signal gibt. 
Dann gibt es aber auch Momente, in denen ich dankbar bin in der "Social-Media-Generation" aufzuwachsen - dafür wie viele neue Möglichkeiten wir haben uns kreativ auszudrücken (z.B. durchs Bloggen), uns auszutauschen und vor allem für die vielen inspirierenden Persönlichkeiten, die manchmal am anderen Ende der Welt wohnen und von denen man ohne das Internet nie erfahren hätte. Ich habe das Gefühl, dass ich durch manche dieser Personen wirklich viel lernen konnte, neue Ideen und Denkanstöße gewonnen habe. 
Deswegen habe ich beschlossen eine Reihe zu starten: 


 (Ignorieren wir meine nicht vorhanden Kalligraphie Künste einfach mal, bitte)

Ich würde mich freuen, wenn ich euch damit vielleicht jemanden vorstellen kann, den ihr noch nicht kennt und vor allem, wenn in den Kommentaren von "Internetmenschen" erzählt, die euch persönlich inspiriert haben - und wenn sogar jemand Lust hat einen eigenen Post dazu zu machen, wäre das natürlich total genial. 

Also, los geht's mit den ersten 3 wunderschönen, großartigen Frauen:

Emma Mercurry #themessyheads

 
Über Emma: Emma lebt in Portland, hat den Blog the messy heads gegründet und ist außerdem Herausgeberin der gleichnamigen Zeitschrift.

 "The weird name “The Messy Heads” was chosen because we want you to know right from the get-go that we are not seeking perfection. You won’t find how to get perfect hair, say the right thing to guys, or learn 10 ways to lose 10 pounds before summer. We want you to realize that perfection is unattainable, and life is better lived messy."

Ihre Themen: Authenzität, Lebensfreude, Offenheit, Abenteuer, Freiheit...

"A messy head never ever passes up an opportunity to do something they love or stand up for what they believe in for fear of getting judged. Because those people that judge you have already made up their minds. A messy head can’t be defined easily, and doesn’t define others easily. They accept and love the world around them and take it all in. They would rather acknowledge than ignore and never stay, they always explore."

 Wo man sie findet: instagramthemessyheadsyoutube


Ella Grace Denton


Über Ella:   Ella lebt in England, ist Musikerin und Gründerin des Vintage-Online-Shops sage me baby.




Ihre Themen: Veganismus, selflove, Feminismus, Natur, Kreativität, Reisen...

 Wo man sie findet: instagram, youtube, Spotify (unter Ella Grace)



Sophia Amoruso #girlboss




















Über Sophia: Inhaberin und Gründerin von nastygal, Autorin von #Girlboss, Gründerin des Podcasts #Girlbossradio auf Spotify, in dem sie erfolgreiche Frauen interviewt (ich bin süchtig nach diesem Podcast! unbedingt reinhören!)

"A girlboss is in charge of her life. She gets what she wants, because she works for it." 

Ihre Themen: Erfolg, Motivation, Feminismus, Karriere...

Wo man sie findet: instagram, podcast (auf spotify unter girlbossradio), girlboss.com

  
Kanntet ihr Emma, Ella oder Sophia schon vorher? Wer sind im Moment eure "inspiring women" im Internet? Ich freue mich auf eure Kommentare!  
Let's get inspired.

small changes to make this spring

Manchmal werde ich von diesem überwältigenden Gefühl gepackt, dass ich  viel mehr tun müsste. Dann dreht sich mein Kopf, weil es 2344584545459 Dinge gibt, die ich ändern möchte, weil ich mein Leben besser gestalten will, aber nicht weiß wo ich anfangen soll: Ich muss öfter die Zeitung lesen, Yoga machen, meine Familie anrufen, vielleicht sogar grünen Tee trinken(auch wenn ich finde, dass der nach Algen schmeckt)...Kennt ihr dieses Gefühl? Ich habe festgestellt, dass es mir hilft, wenn ich mir kleine Mini-Schritte vornehme. Klare Vorsätze, die ich im Alltag umsetzten kann.

Kleine Veränderungen für diesen Frühling:

Keine ToGo Becher mehr. Diesen Becher kann man sich in jedem Café und jeder Bäckerei auffüllen lassen und muss ihn danach nicht in den Müll werfen. Ich hab ihn in einem kleine Weltladen gefunden, aber ich glaube die gibt es überall. Die Verkäuferin hat mir an der Kasse erzählt, dass stündlich etwa 320.000 Kaffeebecher weggeschmissen werden - irgendwie krass oder?



Keine Plastiktüten mehr. Ich trage stattdessen jetzt immer diesen Jutebeutel von Tiger mit mir herum, der ist sowieso viel schöner.



 Mehr Fahrrad fahren. 



Blumen pflanzen. Blumen machen glücklich. Außerdem freuen sich auch die Bienen darüber (besonders bienfreundliche Pflanzen sind z.B. Lupinen, Klee, Löwenzahn, Lilien...) Auf Grund des Klimawandels, der Monokulturen in der Landwirtschaft, Pestiziden usw. ist das Bienensterben leider gigantisch...und dass wir ohne Bienen nicht wirklich leben können ist ja bekannt. Als ich vor kurzem bei meiner Oma im Garten saß und in der Erde herumgegraben habe, hatte ich so einen throwback Moment zu meiner Grundschulzeit. Wir mussten damals im Frühling immer Blumenzwiebeln einpflanzen. Damals fande ich das nicht so super, aber mittlerweile macht Gartenarbeit echt Spaß und ich träume schon von meinem eigenen Garten  - werde ich alt?!?!




Sonnencreme benutzen. Wirklich benutzen. Jeden Tag. Und nicht nur jedes mal in Panik verfallen, wenn ich wieder irgendwo lese, was UV-Strahlen alles anrichten und mir klar wird, dass ich wahrscheinlich schon mit 25 Falten haben werde, weil ich mich in meinem Leben bisher vielleicht 3 mal eingecremt habe. 

vintage shopping

Okay, ich gebe zu, der Geruch dort ist meistens ein bisschen gewöhnungsbedürftig - aber in letzter Zeit habe ich Second Hand Läden so lieben gelernt. Angefangen hat alles in Sydney, wo sich in den "In-Vierteln" ein Vintage Laden an den Nächsten reiht. Inspiriert von dem großartigen Style der Australierinnen habe ich an einem Samstagmorgen in München einen spontanen Ausflug zum "Pick&Weight"-Vintage Kilo Store unternommen. 
Ich war die Erste dort und hatte das Geschäft ganz für mich (abgesehen von der Verkäuferin, die richtig lieb war und einen 1A Musiggeschmack hatte). Irgendwo zwischen Burberry-Mänteln, verrückten Glitzerkleidern, 80er Jahre Sonnebrillen und amerikanischen Baseballshirts habe ich mich verloren - ich bin wirklich stundenlang durch die Gänge gestreift. Man kann gar nicht anders, als sich die Geschichten und Gesichter vorzustellen, die hinter manchen der Teile stecken. 
Zwischendurch bin ich immer mal wieder voll beladen in die Umkleide gestapft. Für die meisten Klamotten war ich dann doch nicht cool genug - aber einen Levis Jeans Rock, Chucks und eine weiße Bluse habe ich mitgenommen. Für gar nicht sooo viel Geld. Ein weiterer Vorteil von Second Hand einkaufen: Es ist besser für die Umwelt und man verbraucht nicht immer so viel.  



















































P.S.: Wisst ihr noch als ich gesagt habe, dass es in Zukunft keine verkrampften, unprofessionellen Outfitbilder mehr von mir geben wird? Das war glatt gelogen. Sorry. 

Ich wünsche euch noch ein schönes Wochenende!

things to do when you are sad


Ich habe eine schlechte Angewohnheit: Wenn ich deprimiert bin, gehe ich in die Stadt- nicht wenn ich todunglücklich bin, einfach nur wenn ich schlechte Laune habe oder mir einfach sehr sehr langweilig ist. Es endet eigentlich jedes mal damit, dass ich ohne Nachzudenken die erste hübsche Sache kaufe, die mir begegnet, in der festen Überzeugung, dass meine Laune sich dadurch grundlegend verbesseren wird. Ehrlich gesagt klappt das auch meistens, zumindest für die ersten paar Stunden. Vernünftig und erwachsen mit meinen Emotionen umgehen - kann ich. Das führt dazu, dass ich manchmal Kassenzettel oder Lippenstifte in den Tiefen meiner Tasche finde und mich frage: Wieso habe ich das gekauft? Und wieso hat es 15 Euro gekostet?? Manchmal entpuppen sich die Frust-Käufe aber auch als echte Schätze -hier ein paar Beispiele:


Lash Sensational Waterproof Mascara/ Maybelline Jade
Ich liebe diese Wimperntusche und werde sie immer lieben bis ans Ende meiner Tage, in guten und in schlechten Zeiten (sie ist nämlich wasserfest und überlebt Tränen der Verzweiflung und des Glücks, juhu)! Ne, jetzt mal ernsthaft, ich wurde schon ein paar mal gefragt ob ich falsche Wimpern trage. Diese Mascara hat magische Kräfte. Dafür nehme ich es sogar in Kauf, dass ich abends jetzt eine halbe Stunde brauche um meine Augen abzuschminken. 


01 Nude Mauve / Pastell Compact Blush / Maxfactor






Ist es ein Highlighter? Ist es ein Blush? Ich weiß es nicht genau. Aber es ist wunderschön. Und wenn man schon deprimiert ist, dann kann man genauso gut mit schimmernden Wangenknochen deprimiert sein.








Die Zeitschrift "Flow" ist perfekt für  einen grauen, motivationslosen Tag. Sie ist voll von wunderschönen, fröhlichen Illustrationen und Menschen mit guten Ideen. Wenn ich durch die Seiten blättere, fühle ich mich jedes mal inspiriert irgendetwas Schönes zu machen.


 Natürlich gibt es viel sinnvollere Dinge die man tun kann, wenn man ein bisschen down ist, als irgendwelche Sachen zu kaufen (wobei das auch vollkommen okay ist - treat yourself), zum Beispiel:


  •     Musik hören  
  •     Tee trinken
  •     Ein Buch lesen
  •     Einen Freund anrufen
  •     Oma anrufen
  •     Spazieren gehen
  •     einen Hund streicheln
  •     Pfannkuchen backen
  •     Blumen kaufen
  •     Sport machen 
  •     Fotos von früher anschauen
  •     "Moonrise Kingdom" anschauen 
  •     oder irgendeinen anderen Film, der gute Laune macht
  •     Videos von Babytieren auf Instagram suchen   
  •     und nicht vergessen: it's just a bad day, not a bad life!






Australia Diary

Ich versuche auf Reisen immer mal wieder lustige oder schöne Momente festzuhalten, einfach damit man sie nicht vergisst. Hier mal ein paar Aussschnitte aus meinem Australien Tagebuch:

"Ich finde auf eine Reise zu gehen ist ein ähnliches Gefühl, wie wenn man sich verliebt: Man hat Schmetterlinge im Bauch und man weiß, dass Alles passieren kann, aber es kein Zurück mehr gibt" - Flughafen München, kurz vor dem Abflug




"Es war das schönste Gefühl einfach die Beine über die Reling zu hängen, salziger Wind in den Haaren, das Boot springt in den Wellen und wohin man schaut, nur kristallklares, blaues Meer."

"Ich wünschte ich könnte Wochen in dieser Welt verbringen. Alles ist ganz ruhig. Durch die Wasseroberfläche brechen Sonnenstrahlen. Man schwimmt und plötzlich taucht etwas vor einem auf was man noch nie gesehen hat: ein schillernd bunter Fisch, der einen mit seinen Glubschaugen anschaut, eine Höhle mit Muscheln oder eine Schildkröte, die durchs Wasser schwebt und einen einlädt ihr zu folgen." - nach dem Schnorcheln am Great Barrier Reef
 

"Ich sitze gerade auf dem Boden von unserem Airbnb-Apparment. Wir haben nicht besonders gut geschlafen, was wahrscheinlich an dem Jetlag liegt und daran, dass vor unserer Tür im Dschungel ein Vogel sitzt, der um 5 Uhr morgens ein Geräusch macht, das sich anhört wie eine Sirene."

"Ein Samstag in Sydney: Total verpennt aufstehen, weil man bis 4 in irgendeinem komischen Club war; auf einen Markt in Paddington gehen; in der Sonne sitzten; in Surry Hills durch Record Stores und Möbelgeschäfte stöbern; Salted Coconut & Mango Eis."













"Am Abend sind wir fast aus der Hängematte gefallen vor Lachen und wegen dem Anblick des Sternenhimmels - hat die Welt schon einmal sowas Schönes gesehen??"


















You'll need coffee shops and sunsets and roadtrips. Airplanes and passports and new songs and old songs, but people more than anything else. You will need other people and you will need to be that other person to someone else. A living, breathing, screaming invitation to believe in better things. (Tumblr) 

Und jetzt? (Was zu tun ist, wenn man keine Ahnung hat, was man mit dem Rest seines Lebens anfangen soll)



Letzten Sommer habe ich  mein Abi gemacht. Das heißt ich wurde nach 8 mehr oder weniger qualvollen Jahren auf dem Gymnasium mit einem labbrigen Zertifikat in den Händen in den Rest meines Lebens entlassen.Die Freiheit war gleichzeitig wunderschön und beängstigend. Was wenn ich die falschen Entscheidungen treffe und irgendwann in einem langweiligen, unbedeutenden Leben festsitze? Ich befand mich irgendwo zwischen Euphorie und einer Existenzkrise.

Konnte ich zu diesem Zeitpunkt ein romantisches Gedicht analysieren, ein Vektroprodukt berechnen und die Merkmale der antiken Bauweise benennen? Ja. Hatte ich irgendeine Idee wie das Leben als erwachsener Mensch funktioniert, wie man sich für ein Studium bewirbt oder was man tut wenn der eigene Chef einem das Gehalt zwei Monate zu spät auszahlt? Nein.

Aber ich wusste, dass ich erst einmal die neugewonnene Freheit voll und ganz ausleben will. Für mich hieß das: wegfahren. Nach Paris, ans Meer, in den Süden. Mit meiner besten Freundin bin ich ein Monat mit Interrail durch Europa gefahren. Abende mit Rotwein auf spanischen Balkonen, Sonnenuntergänge in Lissabon, Strandausritte und Sternenhimmel. Es war perfekt.




Von mir aus hätte das Leben ewig so weitergehen können. Also habe ich eine Weile gearbeitet und den nächsten Flug gebucht: Nach Australien. Auch diese zwei Monate am buchstäblich anderen Ende der Welt waren spannend und lehrreich und toll, aber irgendwann wusste ich: ich hab jetzt so viele wunderschöne Dinge erlebt und in mich aufgenommen, es ist Zeit, dass ich etwas mache.


Als ich wieder zuhause war habe ich mich für ein Praktikum angemeldet, für Projekte, habe angefangen wieder zu schreiben. Und mittlerweile bin ich an einem Punkt angelangt an dem ich ziemlich genau weiß was ich will. (Ich weiß zwar nicht genau, wie ich da hin komme, aber es ist ein Anfang.)

Es gab einige Dinge, die mir geholfen haben, einen klaren Kopf zu bekommen und die Ideen und Wünsche die in mir, wie in einem luftleeren Raum herumgeflogen sind zu sortieren.





Was zu tun ist, wenn man keine Ahnung hat, was man mit dem Rest seines Lebens anfangen soll (Tips& Tricks von einer Person, die  selber keinen genauen Plan hat):



1. Erstmal chillen: Es ist okay an einem Montag Vormittag mit einem Becher Eis im Bett zu sitzen und über einen Disneyfilm zu weinen, während deine Freunde  Medizin oder Jura studieren und daran arbeiten, die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Du hast noch so viel Zeit, zu der Person zu werden, die du sein willst.





2. Finde heraus, was du liebst: Mache eine Liste mit allen Dingen, die dir Spaß machen (also die dir wirklich Spaß machen, nicht die von denen du glaubst sie sollten dir Spaß machen) und die du magst. Ich liebe zum Beispiel Blumen, also wirklich! Könnte ich glücklich werden, wenn ich jeden Tag in einem duftenden Blumenladen Sträuße binden würde? Definitiv! (Also hab ich jetzt schonmal einen Plan B)






3. Tue das was du liebst: Wenn dir etwas Spaß macht, dann mache es so oft wie möglich. Lese Bücher darüber. Mache es solange, bis du richtig gut darin wirst. Egal ob es Yoga ist oder Fotografieren oder Chinesisch sprechen. Ich denke es macht nicht besonders viel Sinn, irgendetwas anderes zu machen, als das was einem am meisten Spaß macht.




4. Probier auch alles andere aus: Nimm jede Möglichkeit an, die sich ergibt. Ich habe zum Beispiel ein Praktikum bei der Filmproduktion gemacht, obwohl ich nie gedacht hätte, dass Filme mein Ding sind. Aber ich habe so viel mitgenommen aus den zwei Monaten und es hat mir echt neue Perspektiven geöffnet.





5. Rede mit Leuten: Seit meinem Abi im Sommer nerve ich jede Person, die mir über den Weg läuft mit den selben Fragen: Was arbeitest du? Wieso gerade das? Was wolltest du früher machen? Was hast du studiert?




Daraus habe ich folgende Dinge gelernt:

- Eine Malerin hat mir erzählt, dass sie immer Angst hatte, dass sie als Künstlerin niemals Geld verdienen wird. Nach ihrem Studium an der Kunstakademie hat sie ein Stipendium für einen New York Aufenthalt bekommen und als sie auf der Terasse ihres Apparments in Manhattan saß hat sie sich gedacht: Gott sei Dank habe ich an meinen Traum geglaubt. (Also ich will damit sagen, dass man an seine Träume glauben soll)

- Nur weil man etwas studiert, heißt das nicht, dass man es für den Rest seines Lebens machen muss. In den meisten Fällen passiert nämlich das Gegenteil.

- Nur weil man ein Abi gemacht hast, heißt das nicht dass man studieren musst. Und wenn man kein Abi gemacht hat, heißt das nicht dass man nicht studieren kann. Und überhaupt solltest du dich auf gar keinen Fall von den "Normen" der Gesellschaft beeinflussen lassen. Es ist nämlich dein Leben.






Was studiert/arbeitet ihr? Was sind eure Träume?